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v8

A 2 post collection


Q: Are We Not Men?

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Manchmal laufen die Tage nicht so gut. Oder besser, Hoch und Tief liegen nah bei einander. Ganz so, wie es jene Baufirma schon aufzeigte. Kleiner Scherz. Einerseits der Gewinn, der gleichzeitig aber auch mit Verlust verbunden ist. Verbunden sein wird. Die pathetische Seite. Und dann noch materielle Dinge die das Dahinleben weit mehr belasten, als sie sollten. Richtig, es geht um den V8 (Link).

Nein, er ist nicht im Schnee verendet, er ist auch nicht zerschellt. Vielmehr hat es den Viskolüfter zerleiert. Dieser ist am Ende sogar von innen durch die Motorhaube geschlagen. Unglaublich. Ich weiß nicht was noch alles kaputt ist, aber ich rechne durch die Überhitzung wegen des Kühlwasserverlustes mit einer kaputten Zylinderkopfdichtung. Dem Ende meines V8. Diese Aussicht betrübt mich sehr. Mehr werde ich aber erst morgen erfahren. Der Wagen steht vor der Werkstatt meines Vertrauens, der ADAC hat ihn direkt dort hin gefahren.
Und dann wird er geprüft. Und ich… und ach.

Song des Abends ist Rummelsnuff mit seinem ausgezeichneten DEVO Cover des Liedes Mongoloid.

Ich fahre V8

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Well… It’s fast and kickin' - So oder ähnlich könnte man beschreiben, wie sich mein alter V8 fährt. In kurzer Zuschreibung: großartig! Die Erhabenheit des Dahingleitens, bäm. Wenn man einsteigt, den Schlüssel umdreht, die Startautomatik übernimmt und sich der Wagen kurz durchschüttelt vor lauter Kraft, das fühlt sich sehr gut an. Dann geht er sofort in ein sonores, sehr dezentes bollern über. Ein V8-Bollern, allerdings nicht so ein lautes wie von Ami-Schlitten her bekannt. Nein, ein ganz dezentes, welches man im Alltag auch nur wahrnimmt, wenn man Gas gibt oder es sehr leise ist - eben beim Start. Und das ist auch gut so, will ich doch auch entspannt und mit Komfort reisen, nicht mit extrem lauten Fahrgeräuschen. Dann bräuchte ich einen Rennwagen auf der Nordschleife, das hat auch seinen Reiz, ist aber hier etwas anderes als V8 zu fahren - im Alltag. Täglich eben.

Aber wenn ich die Leistung abverlange, wenn ich das Gaspedal durchtrete, die Automatik einen Gang zurück schaltet und plötzlich nicht enden wollender Vorschub zur Verfügung steht: dann hört man ihn. Und auch das ist gut so.

Es ist eben kraftvoll. Mehr Brennräume, nichts anderes sind ja die Zylinder, benötigen nun mal aber auch mehr Brennstoff, darum setzen praktisch alle Hersteller auf das sogenannte Downsizing: Kleinere Hubräume, weniger Zylinder, dafür Unterstützung mit Kompressoren und/oder Turboladern – und das geht sogar schon über auf die Sechszylinder, die mit Turbos hier und da durch Vierzylinder ersetzt werden. Was sehr schade ist, verschwindet mit dem V8 nicht nur ein Stück Motor, sondern weit mehr, Fahrgefühl, technische Erungenschaft und Leistung.

“Ein V6 beschleunigt, ein V8 erhebt sich” habe ich mal irgendwo gelesen. Und das tifft es. Sicher können auch Fahrzeuge mit kleineren Motoren überholen, eine ähnliche Hcöhstgeschwindigkeit erreichen und überhaupt, sicher sehr gut bei allem mithalten - aber wie sie das tun, das ist ein erheblicher Unterschied den ich nicht missen möchte. Natürlich kann man ganz rationell Auto-Fahren, mit 6l auf 100 Km, im Alltag, als Gebrauchsgegenstand. Oder man gönnt sich V8, am besten einen Älteren, ohne Turbos, der aber aufgrund seiner 20 Jahre auf dem Buckel eine (nicht zu unterschätzend) gute Energiebilanz (im Gegensatz zur Umweltbelastung eines Neubaus) vorzuweisen hat, und erlebt das Fahren ganz irrational, lebt es ganz und gar, spürt es und liebt es. Wenn man möchte! Und das finde ich großartig. Autos mit Downsizingmotoren fahren sich ohne Zweifel gut, doch gibt es einen Unterschied, den man spürt, sobald man ein Auto mit 8 Zylindern bewegt.

Natürlich kann man die Frage anbringen, warum man heutzutage V8 im Alltag fahren muss, sowas großes. Ganz klar: muss man nicht! Ich mache das freiwillig. Es zaubert mir jeden Morgen ein Lächeln ins Gesicht und auf dem Rückweg genauso. Und wenn größere Strecken anstehen, fahre ich sie gern und freiwillig - weil es mir Spaß macht.

Ja… Ich fahr V8.

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