Musik schafft Heimat, da sie Bindungen an soziokulturelle Räume erzeugt.
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24
Jul 11
Amy Winehouse ist tot
Es gibt ein Album von Welle: Erdball mit dem Namen: “Nur tote Frauen sind schön”. Amy Winehouse ist gestorben.
Einige Gazetten berichten nun, “die beste britische Sängerin aller Zeiten” sei tot. Und mit dieser Aussagen haben sie nicht mal ganz unrecht, erhebt Winehouse doch den Anspruch, die größte weiße Soulstimme nach Janis Joplin zu sein.
[...] Die fünffache Grammy-Gewinnerin Winehouse wurde am Sonnabend gegen 16 Uhr von der Polizei in ihrer Wohnung im nördlichen Stadtteil Camden tot aufgefunden. Die Todesursache galt zunächst als unbekannt. [...] Der “Mirror on Sunday“ zitierte anonyme Quellen, wonach eine Überdosis Alkohol und Drogen die Ursache für den Tod der Sängerin gewesen sein sollen. [...] Zuletzt tauchte Winehouse in der Medienberichterstattung auf, nachdem sie im Juni zum Start ihrer Europatournee in Belgrad von serbischen Fans ausgepfiffen worden war. Serbische Medien beschrieben den Auftritt vor 20.000 Zuschauern als Skandal und Katastrophe. Zeitweise sei Winehouse von der Bühne verschwunden habe es ihrer Band überlassen, das Publikum zu unterhalten, hieß es. Kurz vor dem Auftritt hatte Winehouse wieder eine Woche in einem Entzugsprogramm verbracht. [...]
Nun folgt sie anderen Großartigkeiten in den Club 27, Kurt Cobain, Jim Morrison, Janis Joplin, Jimi Hendrix…
(via)
Artikelfoto: Amy Winehouse performing in Berlin in 2007 (C) berlinfotos
23
Sep 10
Der Fluch
Ich bin soeben über jenes Der Fluch Album gestolpert, welches da in meinem Besitz ist. OH MEIN GOTT – WIE GROßARTIG. Dabei habe ich Der Fluch erst vor circa 7 Jahren entdeckt. In einer Dark Disco in Gotha, damals… oh wie peinlich. Aber ich fand den Song Werwolf damals schon so endgeil oder die Grufties und wie sie dazu tanzten… Hammer. Und jetzt? Ich liebe dieses Album.
Der Fluch - Rattengift
Was mir aber bisher nicht bekannt war, ist der Fakt, dass Der Fluch ist ein Nebenprojekt der Musikgruppe OHL ist. Die Band wurde 1981 von Deutscher W gegründet. In der Anfangszeit war die Musik von Psychobilly-Bands wie The Cramps und Meteors, sowie natürlich von OHL geprägt. Das erste Album erschien 1982 auf Rock-O-Rama. Noch im gleichen Jahr veröffentlichten sie die Single Gesandter des Grauens. Der Fluch beteiligte sich auch an dem ersten Rock-O-Rama-Sampler Die Deutschen kommen.
Der Fluch - Werwolf
12 Jahre lag die Band auf Eis, bis 1994 die CD Für immer erschien. Der musikalische Stil hatte sich gewandelt, die Musik wurde härter und passte sich mehr der Hauptband an. Die Texte sind nach wie vor von den Hammer-Filmen und den B-Filmen des Universal Studios beeinflusst. 1994 erschien das Lied Betet für uns auf dem Sampler Godfathers of German Gothic und würdigt damit den Einfluss von Der Fluch auf die deutsche Gothic-Rock-Szene. Bis 2002 erschienen weitere drei Alben der Band. Der Fluch war auch an verschiedenen Kompilationen, u. a. der Willkommen-zur-Alptraummelodie- und Soundtracks-zum-Untergang-Reihe beteiligt. Die Band ist immer noch existent, spielt aber nur sporadisch live. 2007 wurden mehrere Live-Auftritte zusammen mit Xandria und Lacrimas Profundere abgesagt, da die Band dem Veranstalter „zu unchristlich“ war. Die Musikgruppe war auf dem Wave-Gotik-Treffen im gleichen Jahr zu sehen. Sie spielten dort auch ein OHL-Stück (Warschauer Pakt). Geschichten aus der Gruft enthält neben drei neuen Liedern Neueinspielungen von Liedern aus den frühen Werken der Band.
Artikelfoto: (C)
24
Aug 10
Mister Shane MacGowan
Hiermit möchte ich einen der großartigstens Vertreter des zahnlosen irischen Punk-Folk erwähnen, Mister Shane MacGowan. Großartig natürlich, wie er “berühmt” geworden ist: Erstmals stand MacGowan in der Öffentlichkeit, als Jane Modette 1976 bei einem Konzert der englischen Punkband The Clash sein Ohr verletzte. Eine Fotografie des blutüberströmten MacGowan kam mit der Überschrift “Cannibalism at Clash Gig” (“Kannibalismus bei Clash-Auftritt”) in die Medien. Bald darauf gründete MacGowan seine eigene Punkrockband, The Nipple Erectors, später umbenannt in “The Nips”.
Brillant natürlich auch seine Freunde, die für mich große Großartigkeiten ihres eigenen Schaffens darstellen: Er trat häufig mit Pete Doherty auf. Weitere bekannte Freunde sind Johnny Depp, der im Video für “That Woman’s Got Me Drinking” mitspielte, und der mittlerweile verstorbene Clash-Sänger Joe Strummer, der MacGowan als “einen der besten Autoren des Jahrhunderts” bezeichnete. Strummer trat gelegentlich mit MacGowan and The Pogues auf (und war kurzzeitig MacGowans Nachfolger als Leadsänger nach dessen Rauswurf).
Legendär auch sein Drogen und Alkoholkonsum, der in folgenden Sätzen dargestellt wird: MacGowan ist bekannt für seinen Drogenkonsum. Sinéad O’Connor zeigte ihn einmal bei der Londoner Polizei wegen Drogenbesitzes an – in einem Versuch, wie sie sagte, ihn vom weiteren Heroinkonsum abzubringen. Nach seiner ersten Wut äußerte sich MacGowan dankbar dafür. Er behauptet, dieser Zwischenfall hätte ihn tatsächlich vom Heroin fortgebracht.
Shane MacGowan nach einem Konzert
MacGowan behauptet weiterhin, er sei von einer Tante zu Alkohol und Zigaretten gebracht worden, unter der Bedingung, er würde nie den Teufel verehren. In einem Interview mit dem Daily Mirror anlässlich seines 50. Geburtstags sagte er, dass er schon mit vier Jahren zu trinken begonnen habe. Whiskey habe er erstmals mit zehn Jahren probiert, von da an sei er ein Gewohnheitstrinker gewesen.
Robyn Hitchcock sagte im Februar 2006 in einer BBC-Fernsehsendung: “Ich war einmal im Hope and Anchor” – einem Londoner Pub, in dem viele Folkpunkbands auftraten. “Die Pogues waren auf der Bühne, der Pub war voll, aber sie hatten noch nicht angefangen. Dann wankte diese Gestalt zur Tür hinein. Ich dachte: Ihr wollt doch diesen Kerl nicht reinlassen? Dann betrat er die Bühne. Es war Shane MacGowan.
The Pogues - Fairytale of New York
Sein Alkoholkonsum hat körperliche Schäden hinterlassen. MacGowan ist berüchtigt für seine betrunkenen Auftritte. Am 7. September 2002 erbrach sich MacGowan bei einem Konzert im Olympia Theatre in Dublin über die Fans in der ersten Reihe. Sinéad O’Connor verteidigte MacGowan mit der Erklärung, er sei ein “Engel nahe an seinem Ende, der Hilfe braucht. Er kann längst nicht mehr zu trinken aufhören, seine Krankheit ist nicht mehr heilbar, und so weit ich das beurteilen kann, ist sein Ende nahe.”
Artikelfoto: (C) Video