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Ich fahre V8

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Well… It’s fast and kickin' - So oder ähnlich könnte man beschreiben, wie sich mein alter V8 fährt. In kurzer Zuschreibung: großartig! Die Erhabenheit des Dahingleitens, bäm. Wenn man einsteigt, den Schlüssel umdreht, die Startautomatik übernimmt und sich der Wagen kurz durchschüttelt vor lauter Kraft, das fühlt sich sehr gut an. Dann geht er sofort in ein sonores, sehr dezentes bollern über. Ein V8-Bollern, allerdings nicht so ein lautes wie von Ami-Schlitten her bekannt. Nein, ein ganz dezentes, welches man im Alltag auch nur wahrnimmt, wenn man Gas gibt oder es sehr leise ist - eben beim Start. Und das ist auch gut so, will ich doch auch entspannt und mit Komfort reisen, nicht mit extrem lauten Fahrgeräuschen. Dann bräuchte ich einen Rennwagen auf der Nordschleife, das hat auch seinen Reiz, ist aber hier etwas anderes als V8 zu fahren - im Alltag. Täglich eben.

Aber wenn ich die Leistung abverlange, wenn ich das Gaspedal durchtrete, die Automatik einen Gang zurück schaltet und plötzlich nicht enden wollender Vorschub zur Verfügung steht: dann hört man ihn. Und auch das ist gut so.

Es ist eben kraftvoll. Mehr Brennräume, nichts anderes sind ja die Zylinder, benötigen nun mal aber auch mehr Brennstoff, darum setzen praktisch alle Hersteller auf das sogenannte Downsizing: Kleinere Hubräume, weniger Zylinder, dafür Unterstützung mit Kompressoren und/oder Turboladern – und das geht sogar schon über auf die Sechszylinder, die mit Turbos hier und da durch Vierzylinder ersetzt werden. Was sehr schade ist, verschwindet mit dem V8 nicht nur ein Stück Motor, sondern weit mehr, Fahrgefühl, technische Erungenschaft und Leistung.

“Ein V6 beschleunigt, ein V8 erhebt sich” habe ich mal irgendwo gelesen. Und das tifft es. Sicher können auch Fahrzeuge mit kleineren Motoren überholen, eine ähnliche Hcöhstgeschwindigkeit erreichen und überhaupt, sicher sehr gut bei allem mithalten - aber wie sie das tun, das ist ein erheblicher Unterschied den ich nicht missen möchte. Natürlich kann man ganz rationell Auto-Fahren, mit 6l auf 100 Km, im Alltag, als Gebrauchsgegenstand. Oder man gönnt sich V8, am besten einen Älteren, ohne Turbos, der aber aufgrund seiner 20 Jahre auf dem Buckel eine (nicht zu unterschätzend) gute Energiebilanz (im Gegensatz zur Umweltbelastung eines Neubaus) vorzuweisen hat, und erlebt das Fahren ganz irrational, lebt es ganz und gar, spürt es und liebt es. Wenn man möchte! Und das finde ich großartig. Autos mit Downsizingmotoren fahren sich ohne Zweifel gut, doch gibt es einen Unterschied, den man spürt, sobald man ein Auto mit 8 Zylindern bewegt.

Natürlich kann man die Frage anbringen, warum man heutzutage V8 im Alltag fahren muss, sowas großes. Ganz klar: muss man nicht! Ich mache das freiwillig. Es zaubert mir jeden Morgen ein Lächeln ins Gesicht und auf dem Rückweg genauso. Und wenn größere Strecken anstehen, fahre ich sie gern und freiwillig - weil es mir Spaß macht.

Ja… Ich fahr V8.

W210

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Ich bin mit einem Wagen gefahren, einem Auto, wie ich es noch nicht gekannt habe, nicht erwartet habe. Es war ein Mercedes Benz W210 und ich muss sagen, ich bin bisher noch nicht so gut gereist, wie in dieser E-Klasse. Dieser 6-Zylinder - unglaublich. Solch schmeichelhafte Eleganz, solch betörende Laufruhe - großartig. So ein seidenweiches Automatikgetriebe und solch ein tolles Fahrwerk, selbst Stadtverkehr macht Spaß. Die kleine S-Klasse. Ich muss das wirklich betonen. Es ist unglaublich.

Hört bitte auch auf diese großartige Musik, diese köstlichen Synthies der 90er :-)

Und dabei lasse ich ganz bewusst all die großen und kleinen Probleme, vor allem aber den überall nagenden Rost aufgrund der Wasserbasislack-Problematik 1, außer Acht und beziehe mich ausschließlich auf das Fahrgefühl, die Laufruhe und das dahingleiten im W210, um diesen Beitrag zu schreiben.

Auch wenn der W210, das Dickschiff, so einen schlechten Ruf hat: Ich bin begeistert.


  1. Mercedes Benz begann um 1993 herum, die Lacke auf Wasserbasis umzustellen. Zusätzliche Sparmaßnahmen bei der Fertigung begannen. Begünstigt durch anfänglich zu lange Reinigungszyklen kam es in den Lackbädern zu einer Verkeimung mit anaeroben Bakterien. Die mit verkeimten Lacken korrosionsgeschützten Karosserien erwiesen sich in den Folgejahren als stärker rostgefährdet. Immer wenn die Becken gesäubert worden, gab es “ein oder zwei Chargen”, die nicht betroffen waren. Der Rest hat das Rost-Problem. Die letzten W124 sind genau so betroffen, wie der gesamte W210.

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