20
Mrz 11

Zurück Zum Beton?

Nachdem ich diesen Artikel hier auf thafaker.de wieder gefunden habe, muss ich ihn auf jeden Fall auch unter ZurueckZumBeton veröffentlichen, allein schon, weil es ja um Zurück zum Beton geht… literarisch-unglaublich, dass mich dieser Stahl schon lange vor dem Besitz der Domain beschäftigt hat.

Ich habe das gesuchte Buch übrigens nie gefunden. Aber hört zumindest die im Artikel weiter unten eingefügte Musik an, gerade solche Perlen wie das Lied von Andreas Dorau sind ja wohl längst vergessene Großartigkeiten wild-morbider NDW-Zeiten…

Hallo. Ich habe eine Anfrage. Ich Suche das Buch Zurück Zum Beton von Ulrike Groos (Autor), Peter Gorschlüter (Autor), Jürgen Teipel (Autor)

Auf eBay kann ich es nicht finden. Auf Amazon ist es leider alle. Und Google kennt natürlich nur das Lied von S.Y.P.H….

Eine Rezension:
“Zurück zum Beton”, das bekannte Lied von S.Y.P.H. kennzeichnet das Thema des Buches, ohne das es einen Untertitel wirklich gebraucht hätte. Der frühe Punk in Deutschland, der mehr oder weniger nahtlos um 1980 in die Neue Deutsche Welle mündete (lange bevor Wesen wie Nena oder Hubert Kah unsere Gehörgänge belästigten).

Wer jetzt (wie ich) zunächst davon ausgeht, es handle sich um ein Gegenstück zu dem ja durchaus gelungenen Buch von Jürgen Teipel “Verschwende Deine Jugend”, der sieht sich getäuscht (Teipel ist ja auch als Mitautor genannt…). Vielmehr ist “Zurück zum Beton” ein Katalog, der eine Ausstellung zu eben dieser frühen Punkzeit in, na wo wohl, natürlich Düsseldorf begleitete.

Und das offenbart auch die Stärken und Schwächen des Bandes: Die Stärken: Eine Riesenfülle an Bildmaterial: Plattencover, Fotos, einige der selbstgezimmerten Gerätschaften. Die Schwächen: uninteressante Texte, elaboriertes Gerede von Diedrich Diederichsen, ein Interview mit Hamburger Altpunks (auch für jeden außerhalb der Hansestadt völlig uninteressant).

Als Stand-alone ist “Zurück zum Beton” völlig unbrauchbar. Als Ergänzung zu “Verschwende Deine Jugend” ist der Bildteil sehr schön, aber für hundert Fotos ist’s dann auch wieder kein unproblematischer Preis.
Sei’s drum, das Geld ist weg, mir persönlich haben die Bilder zum Buch Spaß gemacht und dann ist’s mir auch vier Sterne wert.
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02
Apr 10

Gestatten, hier spricht der Elektrolurch

Dieses hochgradig großartige Stück Krautrock darf ich euch nicht vorenthalten. Gemeint ist der Song Der Elektrolurch der deutschen Formation Guru Guru.

Guru Guru - Der Elektrolurch Zappanale 06.08.2005

Die Band wurde 1968 als „The Guru Guru Groove“ von dem Schlagzeuger Mani Neumeier, dem Bassisten Uli Trepte und dem Gitarristen Jim Kennedy gegründet. Schlagzeuger und Bassist kamen aus dem Free-Jazz-Umfeld.

Guru Guru Live 2007

Neumeier hatte bereits gemeinsam mit Trepte über Jahre mit der Pianistin Irène Schweizer gearbeitet. Nun wollte man sich in Richtung elektrisch verstärkter (Rock-)Musik bewegen. Zu ihren Einflüssen gehörten damals vor allem Jimi Hendrix, aber auch Frank Zappa, The Who, die Rolling Stones und Pink Floyd. Guru Guru bezeichneten sich selbst nie als Krautrock-Band, obwohl sie zu dessen Protagonisten gerechnet werden. In ihrem Selbstverständnis zählen sie sich von jeher zum musikalischen Underground. Amon Düül, Can und Xhol Caravan gehörten zu ihren Freunden, mit denen sie Sessions machten. Auf Guru-Guru-LPs sind darüber hinaus Musiker von Kraan, Karthago und Cluster zu hören.

Ich habe hier noch mal eine asiatische Version des Songs gefunden, original in voller Länge, weil man ihn in einer Liveversion einfach nicht wirklich erleben kann.

電気ガエル/GURUGURU