Radioaktivität

Das wohl meistgebloggte Video der Welt dürfte in den heutigen Tagen der Ubersong “Radioaktivität” der deutschen Musikpioniere Kraftwerk sein. Ich persönlich liebe diesen Song schon weitaus länger als in Japan Fukushima die Blicke der atomaren Abrüstung auf sich gezogen hat. Hier blogge ich das Lied in einer erdrückend-klaustrophobischen Liveversion.


kraftwerk - radioaktivität

Und weil der Song so groß und die Gefahr so nahe ist, hier noch mal die Ur-Version von 1975.


Kraftwerk - Radio Aktivität (1975)

Die sehr tanzbare 91er “In The Mix” Version von Radioaktivität darf natürlich auch nicht fehlen, heizt sie doch noch heute so manchem Elektro-Dunkel-Freund gehörig ein, ohne jetzt in Japan zu tanzen. Ich merke gerade, wie ich schon wieder in die Musik entschwinde, ohne ein wirkliches Gefühl für die Gefahr da draußen zu entwickeln. Ich weiß zwar wie schlimm eine radioaktive Verstrahlung sein kann und habe Bilder gesehen sowie die in den Nachrichten proklamierten Gefahren auf- und wahrgenommen, aber Angst kann ich keine fühlen. Vielleicht ist Japan für meine Seele zu weit weg?


Kraftwerk - Radioaktivität (1991)

Bevor mir irgendjemand vorwerfen kann, ich würde einfach mal so den zweiten Ubersong der elektrischen Kernkraft vernachlässigen, dem sei gesagt: HA! Nimm dies, Schurke! Danke an Rocket.Inc für den Tipp.


Zombie Nation - Kernkraft 400

Radioaktivität – für Dich und Mich im All entsteht; Strahlentot und Mutation – durch die schnelle Kernfusion.

Klingbimmel

Leider sind nur zwei Lieder auf Youtube übermittelt, in welchem der grandiose Robert Görl von DAF mit der großartigen Annie Lennox von den Eurythmics zusammen mussizierte. Aber die beiden Songs rocken, auch wenn mir Darling Don’t Leave Me ein bisschen besser gefällt.

Robert Gorl - Darling Don't Leave Me (Annie Lennox)

» Nachdem sich D.A.F. im Jahr 1983 vorläufig trennten, traf Görl im Jahr 1984 Annie Lennox von Eurythmics. Görl spielte auf dem Eurythmics Album “In the Garden” Schlagzeug und Annie Lennox wirkte auf Görls erstem Soloalbum “Night Full of Tension” mit. «

Robert Görl feat. Annie Lennox - Playtime (1984)

Feinster Klingbimmel wie ich ihn manchmal doch gerne mag, obwohl ich ja eigentlich gar kein Kind der 80er bin.

Ich fühle mich schon wieder so ABWÄRTS

… und muss deshalb natürlich ebengleich COMPUTERSTAAT posten.

Abwärts "Computerstaat" (1980)

Ach, es passt einfach in die Zeit. Jeden Tag. Mehrfach. Und wenn ich an Deutschland im Herbst denke, frage ich mich, wie auch einer der damaligen Protagonisten, warum nicht noch viel mehr Leute ausholen und um sich schlagen.

_Mania D. //

Im Übrigen sammle ich das hier alles nur zusammen, weil ich mich gerade ein wenig dazu berufen fühle. Das Netz ist einfach unglaublich. Insbesondere für Musik, bei deren Entstehung ich noch nicht mal auf der Welt war. Nein, das wird jetzt mit Sicherheit keine Ode ans Netz wie vom Lobo neulich, definitiv nicht! Aber ich mag Musik sehr gern, wie gesagt, und sammeln um das hier zu bündeln noch viel mehr. Es ist so was wie: “Hey, hör doch mal, so war es und so klang es. Aber informiere dich selber wenn es dir gefällt” Wenn ich nämlich an Samstagen wie diesen nichts besseres im Kopf habe als laute(r) Musik, von A nach B oder von Hüh nach Hott höre und nicht mehr loskomme, dann, ja dann muss ich “Der Entstehung elektronischer Musik im Post-Punk Pre-NDW” gedenken. Spontan. Jetzt! Und angefangen hat alles mit einer kleinen Doku über Mania D. welches ich auf Youtube sah und mir so dachte…:

Das darf man doch auf keinen Fall vorenthalten. Noch weniger nicht, weil es ja eigentlich die Vorgängerband von Malaria! ist. Mania D. war eine Berliner Neue-Deutsche-Welle-Undergroundband am Ende der siebziger und zu Beginn der achtziger Jahre. Die Gruppe bestand aus drei Frauen. Bettina Köster war für Gesang und Saxophon zuständig, am Schlagzeug agierte Gudrun Gut und für den Bass gab es Beate Bartel.


From the film "Girls Bite Back". 1980
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