Rock


2
Jul 10

When You’re Strange” – Tom DiCillos sensationeller Dokumentarfilm zeigt die Doors als Kritiker der amerikanischen Vernunft

(C) Jürgen Schuschke

© Jür­gen Schuschke

Oh man, das geht ja überhaupt nicht mehr klar. Ich meine, ich wusste dass die neue Doku­men­ta­tion über The Doors sehr gut sein muss und habe an dieser Stelle bere­its darüber berichtet. Aber was ich jetzt für Kri­tiken dazu lesen muss… kaum noch auszuhal­ten, in pos­i­tiver Art und Weise. Ich muss diesen Film unbe­d­ingt sehen, ein­fach, um meinen per­sön­lichen Mythos beschwören zu können.

Aktuell hat die Zeit in ihrer Musik-Sparte ein Review geschrieben, das sich super liest und mir auf­grund der Infor­ma­tio­nen die darin stecken und welche den Film beschreiben, zwei mal einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ. “When You’re Strange” – Tom DiCil­los sen­sa­tioneller Doku­men­tarfilm zeigt die Doors als Kri­tiker der amerikanis­chen Vernunft.

(C) Jürgen Schuschke

© Jür­gen Schuschke

» In seinem Film sind es die plan­voll insze­nierten Kol­li­sio­nen mit der herrschen­den Moral, die dieDoors groß gemacht haben. Wir sehen sie im Dauer­streit mit ihrem Pro­duzen­ten, wir sind bei der Ed-Sullivan-Show dabei, wo man ihnen ver­bi­eten will, das Wort »higher« zu sin­gen, es kön­nte zu Missver­ständ­nis­sen führen (sie tun es trotz­dem). Und immer wieder zoomt die Kam­era Mor­risons schweißüber­strömtes Gesicht heran. In den besten Momenten entsteht dabei mehr als ein Biopic­ture, DiCillo, einst Kam­era­mann bei Jim Jar­musch, zeich­net das Porträt eines Zeital­ters, wie wir es nicht mehr ken­nen wollen. Es ist ein Jahrzehnt der geschürten Hys­terie, in dem kun­stsin­nige Rock­bands in den Rang von Staats­fein­den auf­steigen kon­nten und nie klar ist, ob die zahlre­ichen Polizis­ten, die die Auftritte der Doors bewachen, den Star schützen oder ver­haften sollen.« Lies den ganzen Artikel.

Aber Fakt ist wohl auch, das man schon ein wenig Doors-Freund sein sollte. Denn sonst wer­den die Orig­i­nal­szene, nur aus dem OFF durch Jonny Depp doku­men­tiert, nicht wirk­lich Freude verbreiten.

(C) Jürgen Schuschke

© Jür­gen Schuschke

Für mich wird es das tun, zweifel­los. Er wird meine Erwartun­gen erfüllen und mir noch viele weit­ere Infor­ma­tio­nen zu diesem Jahrzehnt dar­re­ichen. Und ich sehne den Tag her­bei, wo ich mir das geben kann. Voll­ständig und in entspan­nter Art und Weise, am Lieb­sten in einem Alter­na­tivkino mit der Möglichkeit, entspannt Alko­hol dazu trinken zu können.


19
Jun 10

When You’re Strange”: Neue Doku feiert The Doors

Wandbild Jim Morrisons in Venice Beach

Jim Mor­ri­son, Venice Beach, © Man­fred Werner

Als ziem­lich schallplat­ten­höri­gen The Doors Fre­und lässt mich diese News natür­lich gän­zlich aufhorchen, musikalisch. Gemeint ist eine neue Doku über The Doors, nur echt ohne Schaus­pieler mit orig­i­nalem, teils unveröf­fentlichtem Archiv­ma­te­r­ial und gesprochen von Mis­ter Johnny Depp. Leg­en­den ster­ben nicht: Am 1. Juli erscheint in Deutsch­land die erste Kino-Dokumentation über die Doors. Regis­seur Tom DiCillo schnitt aus Unmen­gen an Film­ma­te­r­ial ein­dringliche 90 Minuten zusam­men, die die Fasz­i­na­tion einer der bedeu­tend­sten Rock­bands der Musikgeschichte ein­fängt. Ungezeigte Kurz­filme von Mor­ri­son, bisher noch nie gese­hene Archiv­bilder, pri­vate Auf­nah­men sowie Konz­ert­mitschnitte machen “When You’re Strange” zu einer einzi­gar­ti­gen Hom­mage an den vor fast 40 Jahren ver­stor­be­nen Lead­sänger und seine Band.

Der Film spannt von den Anfän­gen über die Entste­hung der sechs Stu­dioal­ben bis hin zu Mor­risons tragis­chem Tod 1971. Den Sprecher gibt Johnny Depp, der die Geschichte der Band mit Ern­sthaftigkeit und Inten­sität erzählt.

Auch der Sound­track zu “When You’re Strange” wartet mit Beson­derem auf: Zu großen Hits wie “The End” oder “Rid­ers On The Storm” und raren Live-Mitschnitten von leg­endären Auftrit­ten gesellen sich Gedicht­pas­sagen des Rock-Poeten Mor­ri­son, gele­sen von Johnny Depp. Read on –>