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Diese neue Scheibe1 von Nick Cave And The Bad Seeds hat mich ganz schön beeindruckt. Nahezu mitgenommen. Mitgenommen in eine ziemlich schmerzende Welt. SoBadSoBeautiful. Der Hintergrund ist der Tod seines Sohnes Arthur. Mit 15 Jahren stürzte er Mitte letzten Jahres von einer Klippe und erlag später den Verletzungen. 15. Jahre. Alt. Kind.2 Er ist ein Zwilling, hat noch einen Bruder.

Ein Jahr nach dem Tod seines Sohnes veröffentlicht Nick Cave sein Traueralbum. Sein Freund, der Regisseur Andrew Dominik, hat „Skeleton Tree“ verfilmt.

Dieses Wissen um den bestürzenden Tod des Sohnes gepaart mit der neuen Schallplatte ist sehr sehr… nun… man kann nur erahnen wie das ist wenn im Leben etwas geschieht, was alles ändert. Was einen Punkt Null hervor ruft. Und ich glaube, das ist Familie Cave passiert.

Nick Cave - Skeleton Tree 2016 Nick Cave - Skeleton Tree 2016

„Dann kommt es zur Katastrophe und du bist ein anderer, aber die Welt ist noch dieselbe“, sagt Nick Cave in „One More Time With Feeling“, dem Schwarz-Weiß-Film in 3-D zum neuen Album. Er erzählt, wie dieses neue Ich, wildfremden Menschen, die an seinem Schicksal Anteil nehmen, in die Arme sinkt und weint. Er singt, wie er dem neuen Ich im Badezimmerspiegel dabei zusieht, wie es sich ins Waschbecken erbricht. Der andere hat Schatten um die Augen wie Nick Cave sie auch vor 30 Jahren in Berlin nicht hatte. (Quelle)

Fußnoten:

  1. “Skeleton Tree” ist nicht entstanden, weil Nick Caves Sohn gestorben ist, sondern obwohl er gestorben ist.

  2. Bei der Obduktion wurde LSD gefunden, Arthur Cave war wohl auf einem sehr sehr schlechten Trip, verlor die Orientierung und hatte sehr wahrscheinlich Wahnvorstellungen als er von der Klippe stürzte.

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