Coltrane

So trug es sich zu am heutigen Tage, da war ich ziemlich lazy, genoss die Sonne, schwamm unanchtsam durch den Tag und landete in der Mittagszeit im Woodstock, jenem legendären Plattenladen des Joschi Korte in Erfurt, der erst unlängst zu einer der besten Vinyl-Adressen in Deutschland gekührt wurde. Von einer Fachzeitschrift. Spex? Oder… NME? Ich weiß nicht nicht mehr genau, aber ich empfand es als sehr groß.

Nun, durch die Neuerscheinungen stöbernd, fand ich zunächst nichts, aber dann, wenig später eben schon. Die Jazz-Ecke hatte ich bisher ignorniert, wahrscheinlich, weil ich meist schon wusste was ich wohl gleich kaufen würde, wenn ich den Laden betrat. So diesmal nicht. Und in eben jener Jazz-Ecke kam das Gespräch über ursprünglichen Jazz auf mit dem ich mich zur Zeit beschäftige, aber keinerlei Ahnung hätte, nur die Musik sehr möge.

Und dann kaufte ich die Dakar vom alten Coltrane, meine dritte Coltrane-Platte. Bei Jazz ist das eben anders als bei herkömmlicher Musik. Selbst nach dem zehnten Hören erkennt man noch neue Dinge. Jede Platte ist anders und man kann mit Jazz einfach glücklich sein. Wohingegen bei normaler Musik die Grundregel gilt, zu 90% lohnt es nicht alle Platten ein und der selben Band zu besitzen. Meist reichen ein oder zwei gute Platten aus dem Repertoire, dann sollte man sich wieder Neuem oder einfach Anderem zuwenden. Well…

Ich verstehe dieses Regel und halte mich bisher sogar schon (eher unbewusst) daran, einfach weil es zu viel gute Musik gibt. Und ich weiß ziemlich genau, dass mir alle Alben von Depeche Mode nicht in gleichem Maße gefallen würden und es wohl nur einem richtigen Fan 1 etwas bringt, sie alle zu besitzen. Übrigens haben Depeche Mode seit Gründung im Jahre 1981 bereits 13 Alben 2 veröffentlicht. Zu diesen kommen noch all die Single- und Double und Quadro-Auskopplungen etc. pp. hinzu, wow.

Doch zurück zum Album: geil. Da ich aber keine Ahnung habe, kann ich nicht mehr darüber schreiben. Was ich aber sagen kann, ist diese sehr leichte Eingängigkeit. Echt gut. Im Gegensatz zu Sketches of Spain beispielsweise, von Miles Davis, da ist dieses Album hier echt Hammer-leicht, schön, fließend, liebevoll. Obschon Sketches of Spain auch völlig groß ist, nur in meiner Wahrnehmung eben viel schwieriger zu hören.

Mir gefällt es gut!

Titel

  • “Dakar” (Teddy Charles) — 7:09
  • “Mary’s Blues” (Pepper Adams) — 6:47
  • “Route 4” (Charles) — 6:55
  • “Velvet Scene” (Waldron) — 4:53
  • “Witches Pit” (Adams) — 6:42
  • “Catwalk” (Charles) — 7:11

Mitwirkende

  • John Coltrane - tenor saxophone
  • Cecil Payne - baritone saxophone
  • Pepper Adams - baritone saxophone
  • Mal Waldron - piano
  • Doug Watkins - bass
  • Art Taylor - drums

I fucking love vinylistische Musik, ge.


  1. Fan - lateinisch Fanaticus: von der Gottheit ergriffen, in rasende Begeisterung versetzt, englisch fanatic: eifernd, sich rücksichtslos einsetzend, schwärmerisch.

  2. Speak & Spell war die erste Platte, Delta Machine die bisher letzte Scheibe.

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