Gema

Die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) hat jetzt bei einer Umfrage der EU zu Urheberrecht 1 angeregt, dass man doch eingebette Videos von urheberrechtlich geschützten Werken belangen könnte. Links auf diese nicht gleich, da landet man ja auf der Seite des Anbieters, aber eingebettete Videos auf jeden Fall. Angeregt wurde dies zuvor durch die österreichische Verwertungsgesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger (AVM), die zuerst in dieses Horn bliesen, ganz unmusikalisch.

Einfache Links seien keine Nutzung der Werke, eingebettete Inhalte allerdings schon und die sollten lizenzpflichtig sein.

Youtube aber zahlt ohnehin schon Geld für die Videos die sie anbieten, wieso sollen die Personen welche so ein Video einbetten, noch mal zahlen, denn die sind dadurch schon mit abgedeckt? Das könnte man sich fragen. Die Gema fordert quasi eine doppelte Linzenzpflicht für dieselben Inhalte. Zahlen sollen die Plattformbetreiber und die Nutzer der Plattform für dieselben Abrufe. Schreibt der Spiegel in seinem Artikel. Gruselig finde ich das. Und andere vielleicht auch? Wie ist das mit DJs die ein Weblog betreiben? 2 Oder Menschen die Videos auf “Facebook einbetten”? Nicht ganz klar. “Auf diese Probleme angesprochen, wollte ein Gema-Sprecher sich nicht weiter zu den Überlegungen der Verwertungsgesellschaft äußern. Das sei lediglich eine Forderung, da werde nicht morgen schon etwas erhoben und überhaupt müsse ja der Europäische Gerichtshof erst die ganze Frage klären”.

(SpOn)


  1. Die EU-Kommission befragt derzeit Interessenvertreter und Bürger zum EU-Urheberrecht.

  2. Das berühmteste Beispiel für diese Konstellation ist zweifelsohne das Kraftfuttermischwerk.

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