Heimbrauung

Die ganze Nacht durchgehackt. Nachdem die letzten Tage recht alkoholreich waren, zumeist am Abend, ist heute mal Pause. Nachdem T. und ich nun nicht in die alte Heimat gefahren sind und auch sonst kein Sinn nach abendlicher Planung bestand, chille ich vorm Mac und hacke rum. Ich installiere Software via Terminal.app und höre CRE 194, da gehts um Bier. Wie passend wenn ich heute schon keins trinke. Eben ziemlich interessant, gehts da um Malz und was der Vorgang des Brauens eigentlich ist und warum alles immer sauber sein muss usw… Bierbrauing sozusagen. Ich finde die zumeist zwei Stimmen, eine davon gehört immer Tim Pritlove, echt entspannend und kann mir da gern auch mal nebenbei einen Podcast von 2 - 3 Stunden zum Thema Bier anhören. Oder zu jedem anderen Thema auch.

Diese Command-Line-Software heißt übrigens Homebrew, also… alles hat thematisch mit Bier zu tun und wahrscheinlich ist es das, was man noch merkt, bevor man zum Trinker geworden ist und irgendwann (wenn der böse Korsakow zugeschlagen hat) eben nichts mehr merkt. Harald Juhnke litt die letzten Jahre seines Lebens am Korsakow-Syndrom. - man benötigt im Schnitt 4 Kg Malz für 20 Liter Bier. - Sudausbeute zu Beginn meist nur 50 - 60%, gute Brauerein schaffen 75% - 80%. - 200 Gramm pro Liter. - Das Enzym wird durch die Temperatur aktiviert - Wie misst man den Zucker? Mit einem Refraktometer! - Malz wird zu Maische und daraus wird die Würze, durch Läutern. - Wir Deutschen verdanken Jean Pütz die Legalität des Heim-Bierbrauens. Lade alle meine Websites herunter, um mal eine Datensicherung zu erstellen. Soll man ja hin und wieder tun. Tun und Machen sind böse Worte und sollten in Texten eigentlich nicht verwendet werden, was mir häufig schwer fällt, weil ich sonst alles umdenken müsste, zumindest den Aufbau des Satzes, und das dann nicht schaffe. Würde gern mal wieder eine richtig lange Geschichte schreiben, total fiktiv, ohne jede Anleihe an mein eigenes Leben, scheitere aber schon bei den kleinsten Vorüberlegungen, im Keim erstickt sich jede Euphorie. Dabei kann ich mich erinnern, auf einem total rudimentären Editor auf einem 386er in der fünften Klasse schon kleine Geschichten geschrieben zu haben. Dabei war ich in Deutsch nie besonders gut. Aber ich schreibe eben gern. Erstaunlich. Mittlerweile ist eine der Websites vollständig herunter geladen. Jetzt habe ich sie mittels tar.bz2 gepackt. tar.bz2 ist der beste aber auch langsamste Algorithmus [Anm.1] zum packen von Dateien. Im Gegensatz zu ZIP jetzt. Auch besser als RAR. Bei mir ist der Unterschied allerdings nicht so groß, - die ZIP Datei hat 56141529 Byte und - die tar.bz2 hat 53717227 Byte. Allerdings sind im Verzeichnis auch mehr oder minder stark komprimierte Inhalte wie Bilder o.ä., die dann auch durch den besten Packer nicht mehr verkleinert werden können. MP3s kann man auch kaum noch komprimieren, sind sie ja schon völlig verkleinert. Mehr ist eben nicht abzuschneiden. Wie im echten Leben. Merke jetzt, wie ich mich wegen des Podcasts nicht mehr konzentrieren kann. Muss für komplexe Aufgaben und Nachdenkerein den Ton ausschalten. Das ist immer ein Zeichen dafür, dass meine Konzentration am Ende angekommen ist, der Tag durch nichtstun ausklingen sollte und ich sofort weg von jeder klugen Handlung hin zum totalen Chillout muss. Dem werde ich jetzt auch nachgehen. “Ob es jemanden interessiert, was ich hier so schreibe?”, höre ich mich noch kurz sagen, im Kopf, bevor ich die Visits des heutigen Tages checke und merke: ich bin mein einziger Besucher. [1] Ich musste die Schreibweise des Wortes Algorithmus nachschlagen.

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