Dies und Das

Kein schönes Wetter in diesen Tagen. Eher ein Mischmasch aus Regen, Sonne, Wind und Kälte. Und Wind. Aber den erwähnte ich ja bereits. Vorhin wieder das Blog von Wolfgang Herrndorf, Arbeit und Struktur, gelesen. Faszinierend und abstoßend zugleich. Nicht er, sondern das was ihm geschieht. Diese Krankheit. Er hat dieses Blog begonnen, als seine Krankheit, ein Hirntumor, entdeckt worden ist. Und wie sich das ganze anfühlt. Sehr gut geschrieben. Aber Wolfgang Herrndorf ist eben auch Autor. Er schreibt gute Bücher und gewinnt Preise. Dieses Jahr den “Preis der Leipziger Buchmesse” für sein Buch Sand. Ich frage mich, warum sowas passiert. Und dann finde ich es gut, wie Menschen mit solchen Dingen umgehen. Wie man damit lebt und dies verarbeitet. Ich glaube, das ist eben auch einfach eine Art Lernen, Umgang mit der Krankheit lernen. Allerdings sterben viele sehr schnell mit seiner Diagnose. Andere Menschen mit der gleichen Diagnose. Er lebt schon zwei Jahre damit. Oder drei? Im letzten Beitrag schreibt er über Grass' sein Gedicht zu Israel, Was gesagt werden muss, und wie lang der Wikipedia Artikel zu diesem Gedicht ist. Er ist so lang wie der zu Goethe und länger als der über Hölderlins Hälfte des Lebens. Sagt er. Ich habe das nicht überprüft. Ich vertraue ihm da, weil er mir ein Gefühl des Vertrauens gibt. Wahrscheinlich, weil sein Weblog so persönlich ist. Mary Travers von Peter, Paul and Mary starb im Jahr 2009 an Leukämie. Wer hätte daran gedacht, wenn er jenen Auftritt, ihren Anmut und die Darbietung dieses Songs im Kontext des Jahres 1966 gesehen hat? Keiner, wahrscheinlich. Die Endlichkeit des Seins, da ist sie wieder. Hallo. Dies und Das

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