Ich klatsche, für die 3-Uhr-Show! oder: Im Sommer werde ich psychedelisch

Ich schreibe hier ja manchmal richtig gute Artikel, aber die werden leider nur recht selten gewürdigt. Das ist nicht schlimm, aber reich werde ich dadurch und so natürlich nicht. Und das ist ja das erklärte Ziel einer jeden Casting-Band und Retorten-Mucke: schnell reich und berühmt werden. So auch meins! Schade. Aber nun ja. Wahrscheinlich müsste ich noch so einen Brüller wie den Pink-Floyd-Artikel (Etwas Geschichte… Pink Floyd) schreiben, aber wer liest denn so langes Zeugs? Kein Mensch. Und Videos posten ist bekloppt, aber nicht etwa weil die Videos bekloppt sind, sondern weil die Musikindustrie durch ihre geldgeile Art und Weise ((Ja ja, jetzt wiederlege ich mich ja selbst mit meiner eigenen Geldgeilheit)) dafür sorgt, dass die Videos nach zwei Wochen schon nicht mehr zu betrachten sind. “Das Video ist in deinem Land nicht verfügbar” kennt sicher jeder so gut wie “Das Video enthält Content von XYZ-Plattenfirma”. Ein Jammer. Katzenjammer einer Rolligen im Frühling in der Großstadt vor dem Balkon oder im Hinterhof - auf jeden Fall ist das sehr anstengend.

Übrigens habe ich ein sehr nettes Interview, einen Bericht über Wolfgang Niedecken von BAP zu seinem 60. Geburtstag in der TAZ (BAP heißt Vater) online gelesen. Liest sich schön und macht sympathisch, ihn. Egal!

Den obigen Pink Floyd Artikel übrigens habe ich erst gestern mit Google Adsense ((Diese kleinen Werbetexte auf Webseiten, dafür kriegt man Geld wenn jemand drauf klickt)) versucht zu monetarisieren. Hat aber nicht geklappt weil Google und ich… nun ja… wir können uns schon seit fünf oder sieben Jahren nicht mehr leiden. Damals begann es als Google meinen PageRank ((Von 1 bis 10 sagt er aus, wie wichtig eine Website im Internet ist)) von 4 auf 0 fallen ließ… ABER Adsense wirft eigentlich sowieso zu wenig Geld ab, denke ich. Aber… ach und ach. In Wirklichkeit will man sich diesen Deppen ja auch gar nicht an den Hals werfen. Doch meistens muss man es ja doch tun: also wie auch im echten Leben: will man etwas boykottieren weil es schlecht ist, kann man es eigentlich nicht: Nestlé zum Beispiel mit seinen vielen Schlimmen Dingen gegen die Menschlichkeit (sie lassen Gorillaz verrecken, afrikanische Kinder verhungern…) oder Unilever oder H&M Klamotten (werden in Indien durch kleine Kinderhände produziert) oder IKEA (der Chef ist wohl etwas Nazi) oder oder oder… aber man kann sich dem gar nicht wirklich entziehen. Würde man das konsequent durchziehen, müsste man wie Simplicius Simplicissimus ((Ich mag den Namen des Autors, Jahr 1668: Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen)) im Wald leben, mit selbst gestrickten Diskussionsdeckchen und eigens angebautem Gemüse: einfach nur, damit man sich jedweder Gefährlichkeit gesellschaftlichen Ausmasses entziehen kann. Ein Unding, es ist nicht möglich. Also muss auch ich mich hin und wieder mal mit Google einlassen und bums: es klappt nicht. Und danach wusste ich genau, ich habs ja vorher gewusst. Und es ärgert mich. Aber die Welt ist schlecht und Google ist Evil, das wissen wir ja alle seitdem Google… ja… was hat Google eigentlich Schlimmes gemacht? Nichts befürchte ich, das macht es ja noch schlimmer. Oh man.

Ich sollte diesen Artikel jetzt noch illustrieren, weiß aber nicht genau, mit welcher Art von Foto. Soll ich Nestlé Bilder nehmen oder lieber ein Bild von Niedecken weil er 60 wird, auf keinen Fall kann ich aber ein Logo von Google nehmen, denn: das wäre ja visuell unterstützte Werbung. Ich glaube, Google ist heute schon eine der wichtigsten Marken der Welt und wahrscheinlich vom Schriftzug und Aussehen her bekannter als der amerikanische Präsident, alle zusammen. Egal…

Wenn ich so weiter machen werde ich noch mal eingesperrt ((wegen meiner Gedankensprünge :-))). Aber mir ist auch ‘n bisschen langweilig muss ich zugeben. Und eigentlich wollte ich ja auch was musikalisches schreiben. Aber… ihr wisst schon: und dann gab es plötzlich nichts tolles zu berichten. Ich höre auch gerade nichts. Also Musik. Bis auf: vorhin lief in der Küche dieser Song im Radio, mit langem Intro, das ist selten. Verdammt, mir fällt auch nach vier minütigem Überlegen nicht mehr ein, wie der Song hieß noch wie er ging: zu wenig Schlaf?! Aber um nicht ganz abzuflachen gibt es jetzt eine nicht weniger wichtige Aufnahme eines Liedes… aus der Ed Sullivan Show! Dick Dale

[DICK DALE 1963 Surf Music Tv](http://www.youtube.com/watch?v=b6XBVBKKwWc)

Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, wie seltsam mechanisch und unbeweglich sich der Herr Sullivan so ziert und gibt? Sein kurzer Hals und der Kopf darauf? Ich finde die Persiflage (Karikatur vielleicht) seinerselbst im Film The Doors ja so großartig, da treten selbige Protagonisten ((da muss ich immer an Die Puhdys denken)) mit dem Song Light My Fire in eben seiner Show auf und dürfen aber nicht (Girl we couldn’t) Get Much Higher singen, weils ja Drogen induziert, impliziert und injiziert! :-) Okay, jetzt muss ich es doch noch spielen, jetzt muss ich “Puhdys Türen öffnen sich zur Stadt” direkt hier einbinden. Da läuft es mir eiskalt den Rücken hinab, steht es doch amerikanisch-psychedelischen Vorbild-Liedern wie Deep Purples Child In Time oder Pink Floyds A Saucerful of Secrets in Nichts nach. Unglaublich, dieser Song! Und wieder spüre ich, zu spät geboren zu sein. Leider sind etliche Protagonisten dieser überlebten Zeit schon verstorben, now they are a Greatful Dead. ((Die Zeit frisst ihre Erfinder!))

[Puhdys - Türen öffnen sich zur Stadt (Live 1974-75)](http://www.youtube.com/watch?v=xnJDEBrwS0s)

Natürlich, ich kann es nicht lassen, eigentlich war es vorher schon klar, mir war es klar, aber ich musste natürlich erst mal auf den Namen des Songs kommen ehe ich ihn verlinken kann. Gemeint ist der berühmte Immigrant Song der legendären Led Zeppelin… BÄM!

Davon muss ich jetzt erst mal wieder runter kommen und beschäftige mich zur Abwechslung vielleicht doch mal lieber wieder mit meiner Thesis, nicht wahr? Nee, wahrscheinlich nicht. Ihr kennt mich. Nein, ich kenne mich, ich weiß! dass ich es erst mal nicht tun werde. Prokrastinieren indem ich diesen Artikel schreibe. Diesen Artikel hier, den ich begann - ohne zu wissen wo ich enden würde, (pathetisch) mit oder ohne Musik.

IM SOMMER WERDE ICH IMMER PSYCHEDELISCH UND HARDROCKIG UND VERTRÄUMT UND 70s UND GITARRE UND SONNE!

Und eigentlich wollte ich mit diesem Artikel nur eins ausdrücken: Google ist scheiße, ich bin eingeschnappt wegen Google und ich hasse Google und ich bin persönlich getroffen weil Google mein Adsense-Konto deaktiviert hat. :-) (und ich dadurch kein Geld verdienen kann, also, reich werde) Okay, war jetzt ‘n ziemlich langer Artikel um diese Quintessenz zu offerieren… aber es ging nicht anders :-)

GOOGLE FUCKING SUCKS!

**Artikelfoto**: (C) Dina Regine CC-BY-SA

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