Menowin Fröhlich ist zweiter Sieger

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Ich habe es die ganze Zeit nicht ein mal gesehen und die Staffel von Deutschland sucht den Superstar auch nicht verfolgt, aber gestern musste ich es mir nun doch mal geben, das Finale! DSDS-Kandidat Menowin Fröhlich, um den es im Vorfeld des Finales noch allerlei neue Gerüchte wegen angeblichem Kokainhandel in der Star-Behausung und über seine kriminelle Karriere vor DSDS gab, begann sein Song-Trio mit dem Klassiker „That’s What Friends Are For“ von Dionne Warwick & Friends. Beide Kandidaten mussten das Finale mit jeweils drei Songs, welche sie sich selbst wählen konnten, bestreiten. Zusammen mir einem Kinderchor performte Menowin den Song unter großer Anteilnahme des Publikums. Ähnlich gut sah den Auftritt auch Volker Neumüller ((ein dicker, eigentlich unnützer Musikmanagement-Brocken)), der sowohl die Performance “hammergeil fand”, als auch Menowins Fähigkeit, sich dem Presserummel zu entziehen und professionell solch eine Leistung abzurufen.

In der zweiten Runde gab Menowin Fröhlich dann seine Kür mit “Billie Jean” von Michael Jackson ab. Nicht nur der Gesang war einwandfrei, sondern auch tänzerisch bot er eine -in meinen Augen recht gute Leistung und wurde mit Zugabe-Rufen und Jury-Lob belohnt. Alle Juroren erkannten einstimmig an, dass die 2. Runde im DSDS-Finale klar an Menowin gehen muss.

Im 3. Akt war es Menowins Aufgabe, die von Dieter Bohlen komponierte DSDS-Sieger-Single “Don’t Believe” zu trällern. Auch hier konnte der Vater dreier Kinder die er mit seiner Cousine hat erneut überzeugen und gewann auch diese Runde klar gegen Mehrzad, sodass die Jury sich dazu hinreissen ließ, Menowin als besten Kandidat für den Sieger-Titel und Gewinner von Deutschland sucht den Superstar zu vermuten.

Gegen Mitternacht stand die Entscheidung dann fest: Das Publikum stimmte überraschend für Mehrzad Marashi. Im DSDS Finale obliegt es allein den Zuschauern, die mit Telefonanrufen abstimmen können, wer der Sieger ist. Der größere Teil der Anrufer wählte die Nummer von Merzad und zeigte, dass man vor den Bildschirmen anderer Meinung ist als die Jury und das Studio-Publikum: Merzad Marashi ist der Gewinner von Deutschland sucht den Superstar 2010 bei RTL. Im Anschluss gabs noch (mir kam es vor wie Worte, die vorgeschrieben waren) große Verbrüderungsaktionen von Mehrzad, der sich eigentlich nie mit Menowin gestritten habe und so weiter und so fort, was eher peinlich klang. Menowin war sofort verstummt.

Just im Anschluss ging eine Welle der Entrüstung durch die Netzwelt, denn eigentlich hatte man mit einem Sieg Menowins gerechnet.

Ich persönlich bin ja fast der Meinung, das Menowin nicht gewinnen konnte, weil er aufgrund seines Lebenslaufs und seiner “Ecken und Kanten” gar nicht wirklich vermarktbar wäre und kaum in das Schema des feinen Superstars passen würde. Über die Leistung und das Gerede der Moderation sowie der Jury bedarf es keines weiteren Kommentars, es war das typische Privatfernseh-Gedöhnse, wie es auf allen dieser Sender und Formate tagtäglich zu sehen ist.