Boy George is back

Ist das Karma Chamäleon Boy George endlich geläutert und zum feinen Menschen geworden, nach all seinen wilden Drogen-Geschichten und der Alkoholsucht? Nach anbinden eines Call Boys an eine Heizung und dem Auspeitschen mit ner Kette? :-) Dies zumindest soll sein aktueller Versuch ausdrücken, zurück in die Hitparaden zu finden. Amazing Grace heißt das Stück und bezeichnet ihn selbst, in unglaublicher Gnade, quasi.

Irgendwie erinnert es mich leider nur an Kirmes-Techno und nicht mal sehr an frühe Erfolge mit Culture Club. Schade, aber wahrscheinlich wirds die Dancefloors anheizen, bestimmt.

Boy George war eine wichtige Ikone der Schwulenszene in den 1980er Jahren. Er machte von Beginn seiner Karriere an nie ein Geheimnis aus seiner Homosexualität. Von 1981 bis 1986 führte Boy George eine zunächst geheim gehaltene Beziehung mit Jon Moss, dem Schlagzeuger von Culture Club. Das Ende dieses Verhältnisses bedeutete für Boy George einen tiefen seelischen und persönlichen Absturz und war laut der Autobiographie einer der Gründe für den Beginn der Drogensucht. Festgenommen und verurteilt wegen Heroinbesitzes, nahm Boy George 1986 an einem gerichtlich angeordneten Drogenentzug teil. In den Liedern Everything I Own und To Be Reborn verarbeitete Boy George diese Erfahrung.

1995 erschien Boy Georges Autobiographie Take It Like a Man, in der er selbstironisch und selbstkritisch und ohne jedes Pathos – dabei teilweise bis ins kleinste Detail gehend – von seiner schwierigen Kindheit und Jugend, dem Aufstieg und Fall von Culture Club und seiner Drogensucht erzählt.

Nachdem die Polizei bei ihm Kokain fand, wurde Boy George am 5. November 2005 in seinem New Yorker Apartment in Little Italy erneut wegen Drogenbesitzes festgenommen. Nach Zahlung einer Kaution musste er die USA bis auf Weiteres verlassen. Das Gerichtsverfahren wegen Drogenbesitzes wurde am 8. März 2006 eingeleitet. Neben einem Bußgeld in Höhe von 1.000 Dollar wurde Boy George zu fünf Tagen Sozialdienst verurteilt, den er ab dem 14. August 2006 bei der New Yorker Straßenreinigung ableistete.

Anfang Dezember 2008 wurde Boy George wegen Freiheitsberaubung verurteilt. Die britische Justiz hielt es für erwiesen, dass er den norwegischen Callboy Audun Carlsen 2007 in seiner Londoner Wohnung gefesselt hatte. Daraufhin habe Boy George Nacktaufnahmen von seinem angeketteten Opfer gemacht und ihn mit einer Metallkette verprügelt. Das Strafmaß für die Tat, die im Rahmen eines erotischen Drogenexzesses geschah, wurde am 16. Januar 2009 auf 15 Monate Freiheitsentzug festgelegt von denen er aber nur 4 Monate im Gefängnis verbrachte und im Mai 2009 vorzeitig aus der Haft entlassen wurde.

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