So stand es ...

… Widmen wir uns nun einfach Torben. Torben ohne h. Torben ist 25 Jahre alt und leicht deformiert. Mit deformiert kann man eine akut-fraktale Verschiebung seines Unterkiefers in das Doppelkinn hinein beschreiben. Er sieht etwa wie ein viel zu kleiner Ottokar Domma mit dem Kinn von Reiner Calmund ((Hat einen IQ höher als 140)) aus und die Augen könnten von . Aber das war natürlich nicht immer so. Völlig klar. An so einer Stelle muss einfach ein kurzer Abriss seiner Entstehung kommen. Okay, dann fangen wir mal an. Es begann also an einem Tag völliger Freude und der allgemeinen Leichtigkeit des Seins, als Torben auf Arbeit rum hing und twitterte. Alles war cool, das Wetter ist Herbst geworden, draußen peitschte deshalb der Regen und auch die Kollegen hingen ihren Herbst-Depressionen nach. Oxymorale ((Oxymoron: ist eine rhetorische Figur, bei der eine Formulierung aus zwei gegensätzlichen, einander (scheinbar) widersprechenden oder sich gegenseitig ausschließenden Begriffen gebildet wird. ¡Viva la muerte! („Es lebe der Tod!“)) Welt. Da kam plötzlich ein Tweet von seinem Zahnarzt. Ein automatischer Service der ihn daran erinnerte, Termine nicht zu vergessen, verbrachte Torben doch viel mehr Zeit mit Microblogging als bei echtem Sex. Wie dem auch sei, Torben wurden schmerzhaft die letzten beiden Weisheitszahn-Operationen ins Gedächtnis geholt und somit auch an die nun folgende, 4. Operation erinnert. Unglaublich war ihm zu Mute. Sollte er sich tatsächlich freiwillig unter Messers Schneide begeben? Freiwillig und mit klarem Verstand die Schmerzen einfordern und über sich ergehen lassen? Er wusste es auch nicht. Einerseits und andererseits. Eigentlich wollte er diese elenden Dinger endlich raus haben, verunstalten sie doch nach Meinung einiger Experten den Durchfluss der Vital-Funktionen und so. Das wusste er nämlich noch von damals, vom Einführungsgespräch. Oder sollte er sie schön im Mund lassen? Denn eigentlich hatte er keinerlei Probleme mit ihnen. Nichts. Es gab nur ein mal was, vor Jahren, aber heute? Alles cool, quasi. Und dann entschied er sich Dafür. Er redete sich ein "so schlimm kann es eigentlich nicht werden” und “ich glaube nicht das ich danach will wieder sterben”. Und nebenbei träumte er vom Fame den er für Weisheitszähne bekam. Viele wussten ja genau, was da passierte und wie schmerzhaft es ist. Er reimte oft. Tja… aber dann kam es ganz anders als er sich das gedacht hatte. Die OP verlief prima, handwerklich perfekt und ohne Komplikationen. Der Zahn 48 wurde korrekt extrahiert. Aber dann schlich sich eine heimliche Enzündung ein. So ein Virus. Im Kiefer. Einen den man nicht bemerkt. Einen fiesen. Der über Monate wütet, heimlich, alles auffrisst. Sein Kiefer wurde komplett zermahlen. “Man kann sich sowas wie das langsame Wegfaulen einer Banane vorstellen”, sagte der Experte bei späteren Untersuchungen für das Gericht. Aber viel Trost gaben solche Auskünfte nicht. War sein Gesicht doch für immer entstellt. Und das, obwohl er eigentlich Model werden wollte. Zumindest hatte Ihm eine Freundin mal dazu geraten… Aber das war lange her. Zu lange. Und heute musste er sich ja sowieso mit gänzlich anderen Dingen umher schlagen. An sowas wie Models dachte er da am allerwenigsten. […]


Weiter weiß ich gerade nicht. Aber ich hatte am Dienstag eine
Weisheitszahn-OP und deshalb einige Zeit oder Langeweile :-)
Diese Geschichte ist aber natürlich nur Halbauthentisch...

Weisheitszähne sind aber generell ein mysteriöses, weltweites Problem - Osterblog - Warum müssen Weisheitszähne entfernt werden? - Ganz hinten wächst noch was! - Ananas Enzyme helfen

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