_fahren

Und dann fährt man so durch die Nacht. Und hört Musik. Sehr laut. Weil Musik gut ist. Und beim Fahren Endorphine ((Wir haben bereits erarbeitet, das es sich nicht wirklich um Endorphine handeln kann)) frei gibt. Man fühlt sich groß. Und größer teilweise. Nachts sind die Straßen frei. Nachts herrscht fast ein klein bisschen Anarchie auf der Autobahn. Man fühlt sich durch die Dunkelheit einfach unbeobachtet. Und ist gleichzeitig auch Voyeur. Ein kleines bisschen. Wenn man bei hoher Geschwindigkeit an ähnlich schnell fahrenden Autos vorüber zieht und einen Blick in die beleuchtete Fahrgastzelle werfen kann. Paare. Oder auch Geschäftsleute. Ganze Familien. Manchmal kann man sogar Gesichtszüge erkennen. Müdigkeit. Oder Streit. Und dann beginnt das nächste Lied. Sterne leuchten über dem offenen Verdeck. Die Luft riecht kühl und nach Sommer. Man rast durch die Nacht. Fast ein bisschen Lebensmüde, fühlt man sich doch genau jetzt so unbesiegbar. Es ist die Leichtigkeit des Seins. Losgelöst in diesem Mikrokosmos. Es ist das seltsame Gefüge aus diesem Vakuum in Autos, Menschen, Geschwindigkeit, dem Rausch und vorallem der Nacht…

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