Und morgen der Iran...

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, aus Angst davor ins polemische abzugleiten, keine politischen Themen zu kommentieren. Jedoch lässt sich dies bei einigen politischen Entscheidungen nicht vermeiden. Vor allem jene, die für mich Fragen aufwerfen und ohne Beantwortung dieser, meiner objektiven Wahrnehmung abträglich sind.

So zum Beispiel als ich gestern Morgen die Zeitung aufschlug und las, dass die USA, im Kampf gegen den schiitischen Gottestaat, doch tatsächlich in Betracht ziehen, nein vielmehr schon beschlossen haben, den Teufel mit dem Belzebub austreiben. In Plannung ist demnach, den Nachbarstaaten des Irans, so z.B. Ägypten und Saudi-Arabien eine umfassende militärische Aufbauhilfe zukommen zu lassen. Verblüfft war ich über die Begründung für diese Aufbauhilfen: Für die USA stellt der Iran, den Hauptaggressor im Nahen Osten. Verantwortlich für die derzeitige Situation im Irak und einer ernsthafte Bedrohung für den zionistischen Staat am Mittelmeer. Insbesondere über die erste Annahme, d.h. dass der Iran für die gegenwärtigen Verhältnisse im Irak verantwortlich sei, verwunderte mich dahingehend, dass doch eigentlich meines Wissens, der Großteil der ausländischen Mudshaheddin im Irak, als sowohl die Attentäter vom 09.11., aus den von den USA begünstigten Staaten stammen und nicht aus dem Iran. Man sollte eigentlich meinen aus den Fehlern seiner Geschichte zulernen, um diese eventuell, zukünftig zu vermeiden, aber diese Administration lässt daran zweifeln. Wie oft in seiner Geschichte, wohlgemerkt des letzen Jahrhunderts, haben die USA diese Strategie angewandt. Konnte Ayatolla Khomeini nicht erst durch die herzliche Unterstützung des CIAs, seine islamische Revolution gegen den Schah beginnen. Wurde nicht anschließend, nachdem Loyalität des Irans nicht mehr gegeben war, Sadam Hussein als Gegenpart zu diesem aufgebaut, welchen dann einen 10-jährigen Krieg gegen den unliebsamen Nachbarn begann?? Wurde die jetzt verteufelten Mudshaheddin in Afganistan, nicht massiv, finanziell wie materiell unterstützt, um die damalige Besatzungsmacht und Klassenfeind zu vertreiben?? Das ganze erinnert mich ein wenig an die Story von Dr. Frankenstein und wenn man daraus resumiert, kommt man zu dem Ergebnis, dass die “Achse des Bösen”, ein selbstkreiirtes Monster ist.

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