Roy Black Metal ist Krieg! // kleiner Abriss über Skandinavischen BM!

Ich habe mich im Zuge meiner persönlichen Metal-Metamorphose einfach mal hingesetzt, und das Web nach “Black Metal” Materialien durchsucht. Herausgekommen ist dieser nette kleine Brachial-Text über die gesamte Geschichte des skandinavischen Black Metal. Die Entstehung, Ihre lustigsten Vertreter und natürlich auch die Katastrophen welche so einher gehen. Bitte nur mit einer gewissen Portion Ironie und Quergedanken lesen.

VARG! ;-)

Euronymous (Øystein Aarseth) ist der eigentliche ‘Erfinder’ des heute so bekannten Black Metal Stils, er prägte einen ganz neuen Unter-Stil der Metal-Musikrichtung. Damals war die gesamte Jugend in Norwegen auf einem Death Metal Trip, und die Fans die die Musik wirklich ernst nahmen verstanden nicht, wieso die Musiker Realität und Bedeutung ihrer Lieder trennten. Singt nämlich ein Death Metaller über Blutige Muschis, heißt es im Klartext das er Prostituierte aufschlitzt… Natürlich nicht! Genauso wenig wie die Jungs von Slayer den World War II verherrlichen oder Todesarzt-Mengele-Fans sind.

Dazu kam das Outfit der Death Metaller, welches den “New Wave of Black Metal”-Kiddies nicht gefiel. Sie fühlten sich angekackt, weil Death Metaller solch krasse Themen benutzten, aber in Trainingsanzügen oder Jeans auf die Bühne gingen.

Euronymous, Gitarrist der Band Mayhem (die als wegweisend für die Entwicklung des Stils Black Metal gilt. Die Band in ihrer Besetzung Ende der 80er gilt als legendär.) hatte die Vision, in Norwegen eine neue Szene aufzubauen. Er führte einen Black Metal Plattenladen in Oslo, ‘Helvete’ (zu deutsch Hölle) genannt. Dort traf sich die ganzen Szene und ließ sich von Euronymous erläutern, was nun ‘Black Metal’ und was ‘Nicht Black Metal’ ist. Aus dieser Szene entsprangen Vorreiter wie Dark Throne, Emperor, Mayhem… wobei Mayhem schon seit 1983 existierten, also etwas früher. Dark Throne spielten zuerst Death Metal, genauso wie die Jungs von Immortal (dafür als Old Funeral am Start, sogar mit Varg Vikernes (Burzum) für kurze Zeit im Line Up).

Bei der Entwicklung dieser neuen Musikrichtung orientierte sich die Helvete-Szene an alten Bands wie den englischen Venom, mit ihrem Album ‘Black Metal’ und Bathory, aufgrund der immensen mythologischen und sagenumwobenen Geschichte Skandinaviens und vor allem jedoch die melancholische Einsamkeit, die mythischen Orte und die Verbundenheit Skandinaviens mit den nordischen Gottheiten. Das Ziel war es den Death Metal an Härte und Unerträglichkeit zu übertreffen… Euronymous ist sozusagen der ‘Gott’ der neuen Black Metal Szene geworden. Irgendwann kam mal ein junger Mann aus Bergen nach Oslo, ein gewisser Christian Vikernes, ein junger Typ der damals noch sagte er wäre ‘gegen Nazis’. Christian ist der Sohn einer Alleinerziehenden Mutter, lebte als Kind auch ca. 1 Jahr im Irak und ging dort zur Schule, sein Vater arbeitete sogar für Saddam! Dazu später mehr.

Christian hatte ein großes Ego und mit seiner Ein-Mann-Band Burzum fand er sich auch leicht in der Szene wieder. Er war wie die Anderen, ein gewaltbereiter Antichrist mit viele Namen. Als erstes ließ er sich offiziell in Varg (norwegisch Wolf) umbenennen, bekam den Spitz/Zunamen ‘Count Grishnakh’ und nannte sich zudem noch ‘Uruk-Hai’ (ein Ork-Mensch, Monster Mischling aus dem Der Herr der Ringe Universum). Varg freundete sich schnell mit Euronymous an, und zusammen leiteten sie bald die Szene. Dann gabs da noch den Drummer der Band Emperor, Bard ‘Faust’ Eithun, auch gewaltbereit und der Szene verbunden. Irgendwann kam es zu Attentaten auf mehrere Dutzend Kirchen, manche brannten völlig nieder. Varg, der mit Euronymous und Faust zusammenwohnte, war einer der Haupttäter bei den Brandstiftungen.

Bard und ein paar andere Metaller wie z.b. Tomas „Samoth“ Haugen von Emperor brannten Kirchen nieder was dazu führte, das in den Medien sehr bald die Rede von einem ‘schwarzen, organisierten Zirkel’ (den es noch nie in organisierter Form gab) aufkam. Während dieser Zeit oder kurz davor schnitt sich Dead (Per Yngve Ohli, der Sänger von Mayhem) am 8. April 1991 (im Alter von 22 Jahren) die Pulsadern auf und schoss sich anschließend mit einem Gewehr in den Kopf. Die Munition wurde ihm von Varg Vikernes zugesandt, welcher sich nach eigener Aussage jedoch nichts dabei gedacht hatte und jedes Mitwissen an Deads Plänen leugnete. Seine Leiche wurde von Euronymous in einem Hinterraum des Bandhauses mit den Abschiedsworten „Entschuldigt all das Blut“ gefunden. Mit einer Polaroidkamera fotografierte Euronymous noch schnell die Szenerie bevor die Polizei eintraf um Bootleg-Material für spätere Mayhem-Veröffentlichungen zu erhalten. Es existieren Gerüchte, dass er außerdem Hirnteile seines ehemaligen Sängers kochte und aß, und dass einzelne Schädelstücke von Dead durch Euronymous und Hellhammer zu Halsketten verarbeitet wurden. Das war der Höhepunkt der Band Mayhem.

Dead war tot, doch die Szene lebte größer als zuvor. Auf Euronymous Label ‘Deathsilence Records’ kamen viele bedeutende Platten raus, wie z.b. die Alben Burzum und das Nachfolgewerk ‘Aske’ (Asche). Die Freundschaft zwischen Euronymous und Varg ging den Bach runter und irgendwann veränderte sich das Verhältnis in Hass. Die Gründe könnten rekonstruiert und durch einige Quellen abweichend in Etwa folgende gewesen sein:

  1. Euroynmous spannte Varg Ilsa aus. Ilsa war sowas wie die Freundin von Varg. (Varg gab später an, das Euronymous nie etwas von Ilsa wusste)

  2. Varg gefiel die marxistische Haltung und das Pseudo-Getue von Euronymous nicht, dieser habe immer Angst gehabt und nie bei irgendwas mitgemacht, ihm fehlte die Gewaltbereitschaft.

  3. Vargs Mutter lieh Euronymous Geld (ca. 5000 €uro) um die neue Burzum Platte zu veröffentlichen. Dieser gab das Geld lieber für neue Möbel aus.

  4. Varg wollte die Vorherrschaft im satanischen Zirkel, Eifersüchteleien und Selbstdarstellung

1993 wurde Euronymous von seinem einstigen Freund und damaligen Bassisten Varg Vikernes mit 23 Messerstichen (2 in den Kopf, 5 in den Hals und 16 in den Rücken) getötet.

Nach vielen Wiedersprüchen und den oben genannten Gründen behauptete Varg letzlich, Euronymous in Notwehr getötet zu haben.

Da das zu dem Zeitpunkt noch unveröffentlichte Album „De Mysteriis Dom Sathanas“ Bassspuren Vikernes’ enthielt, bat Euronymous' Mutter den Schlagzeuger Hellhammer (Jan Axel Blomberg), diese zu entfernen. Wenngleich er ihr versprach, sie persönlich neu aufzunehmen, sind die Spuren auf dem finalen Album enthalten.

Varg Vikernes wurde 1994 wegen Mordes an Euronymous, Brandstiftung an drei norwegischen Kirchen (darunter die berühmte Stabkirche von Fantoft), versuchter Brandstiftung an einer weiteren Kirche sowie Besitzes von Waffen und Sprengstoff zur Höchststrafe von 21 Jahren Haft verurteilt. Bard kam für 8 Jahre ins Gefängnis, Schuldig weil er eines Nachts durch den Olympia Park schlenderte und einen Homosexuellen tötete. (Er gab an von dem Homosexuellen belästigt worden zu sein)

Euronymous war tot, Bard und Varg im Gefängnis und die Black Metal Szene extrem sauer auf Varg.

Im Knast produzierte Varg weitere Sachen für Burzum welche jedoch nicht mehr dem Black Metal zugeordnet werden können, eher Ambient, elektronische Musik. Varg distanzierte sich von der Szene, fühlte sich verraten und verkauft und begann, seine rechtsradikale nationalsozialistische Gesinnung weiter auszubauen, er bekannte sich zu einem faschistoiden, heidnischen Glauben. Er verfasste ein halbes Propaganda-Buch a la Mein Kampf namens ‘Vargsmal’ und kassiert weiterhin Geld für die Burzum Verkäufe. (Varg hat allerdings ca. 1 Millionen Schulden die er für eine der abgebrannten Kirche zahlen muss.)

Noch eine kleine Ausführung zum Gedankengut des Varg Vikernes: Odin wäre sein Gott und die Skandinavier müssten aus dem ‘christlich-jüdischen’ Tiefschlaf erwachen. Da Varg irgendwann merkte, das Gitarren eigentlich Negerinstrumente waren und Black Metal bloß ein Kind des Blues ist, entschied er sich jetzt ‘arische’ Musik zu machen. Varg ist auch der Auffassung, dass es früher nur missgebildete Menschen gab und irgendwann Aliens kamen und sich mit den Menschen vermischten, um Arier zu werden (auf Atlantis). Dann verging Atlantis und Varg sagte, die ganzen Arier seien verstreut weltweit worden und hätten sich mit dreckigen Semiten gepaart. Varg hat sich jetzt Vark ‘Quisling’ Vikernes genannt, nach dem norwegischen Nazi Quisling, der im 2. Weltkrieg eine provisorische Nazi Regierung für Adolf Hitler errichtete.

Aktueller, heutiger Stand der Szene: - Mayhem existieren noch immer, allerdings mit verdrehtem LineUp. (Jedoch nicht zu vergleichen mit den Erfolgen der ersten Gerenration um Euronymous und Varg) - Die Jungs von Dark Throne sind auch noch am Start. - Burzum ist jetzt arisch, oder lächerlich. - Emperor hatten sich sehr weiterentwickelt, Frontman Ihsahn ist wohl einer der wenigen Schlauen in der norwegischen BM Szene. - Ulver entwickelten sich auch tierisch, auch Garm scheint sehr intelligent zu sein. - Was Bard aktuell treibt ist nicht nachvollziehbar, er scheint allerdings nicht mehr so krass drauf zu sein. Es existiert eine Website.

Kleine Anekdote: Euronymous schien auch eine fein ausgesprägte Macke zu haben… er zog sich haufenweise Snuff Filme rein, Videos mit Zwitter-Sex und dazu fand man in seiner Schublade einen Dildo mit Kot. Er sagte auch, Muschis seien ekelhaft. ;-)

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Quellen

Follow-Up Artikel zum Thema

**Disclaimer**: Zum Schluss muss ich natürlich anmerken, das ich keinerlei Verbindung zum Metal besitze. Im Zuge des Textes und der generellen Informationsverarbeitung habe ich allerdings einiges der Materie gesichtet. Dieser Text handelt ausschließlich von Black Metal. Der Text ist aus vielen anderen, im Internet verfügbaren Quellen und Informationen zusammengefügt und ergänzt. Grundlage ist ein Kommentar im Korn-Forum. Es wird kein Anspruch auf korrekte Vollständigkeit erhoben. Der Grund für diesen Text war vielmehr die Geschichte des Black Metal, die illustren und kruden Wesenszüge der Protagonisten, für mich begonnen durch ein Zitat über Rene Kanwulf Wagner alias Nargaroth, dereinst sagte: Black Metal ist Krieg...

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