Nitzer EBB [Update]

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[Update] Nitzer EBB 2006 @ Irving Plaza in New York!

Dank an Yellow

Nitzer Ebb ist eine Electronic Body Music-Band, die 1982 in Chelmsford (England) von den drei Teenagern Bon Harris, David Gooday und dem Leadsänger Douglas McCarthy gegründet wurde.

Gerade die markanten, stimmgewaltigen Vocals vom Frontman Douglas McCarthy sind bis heute das Markenzeichen dieser Electronic-Combo. Zu ihren musikalischen Vorbildern zählen unter anderem DAF, Kraftwerk, Einstürzende Neubauten, Die Krupps und Malaria!. Mit den Krupps arbeiteten sie auch intensiv zusammen und veröffentlichten mit „The Machineries Of Joy“, ein Remake des Klassikers „Wahre Arbeit - Wahrer Lohn“, der fälschlicherweise auch zur NDW gezählt wird und einen Achtungserfolg in den US-Billboard-Charts hatte. Jedoch gab es Meinungsverschiedenheiten und wurde so zum letzten Projekt der beiden einflussreichen EBM-Bands.

In der englischen Hauptstadt London gab es ab 1983 die ersten Hardcore-Fans und zwei Jahre später – 1985 erschien die Single „Isn’t It Funny How Your Body Works“. Der erste Meilenstein und die erste Beachtung in den Fachmagazinen erfuhr das jugendliche Trio mit ihrem Debütalbum „That Total Age“ auf Mute Records (dem Label der Synthie-Pioniere Depeche Mode, die auch aus Essex stammen). Dieses Album gehört zu den bekanntesten EBM-Scheiben der Welt und beinhaltet Gassenhauer wie „Let Your Body Learn“ und „Murderous“. Depeche Mode waren es auch, die im Jahre 1988 auf ihrer Europatournee mit Nitzer Ebb als Vorgruppe, indirekt für Unterstützung sorgten, so dass vor allem Deutschland, Frankreich, Belgien und Skandinavien auf NEP aufmerksam wurden. Nach einigen Umbesetzungen reduzierte sich das Trio auf Bon Harris und Douglas McCarthy. Der nächste Meilenstein war das etwas kommerzialisierte Album „Showtime“ (1990) mit den meistverkauften Top-Hits „Lightning Man“ und „Getting Closer“, die noch heute unter EBM-DJs populär sind. Es folgte eine ausgedehnte eigene Welt-Tournee – der bisherige Höhepunkt der Engländer. Ein Jahr später erscheint die sehr eigenwillige EP „As Is“, inklusive des von Alan Wilder produzierten „Come Alive“. 1992 stieg McCarthy bei dessen Side-Projekt Recoil ein und nahm den Alex Harvey-Kultsong „Faith Healer“ auf. Das Experimentieren mit Rockelementen auf dem nächsten Album „Ebbhead“ wurde zum Worst Case; die Fans drehten dem Duo langsam den Rücken zu und die Verkaufszahlen fielen in den Keller. Der musikalische Wendepunkt mit „Big Hit“ sollte 1995 für einen Umschwung sorgen – das Gegenteil wurde erreicht und die Band löste sich auf.

Nitzer EBB Body of Work Tour 2006->nitzer-ebb.de

Quellen: